Doku des Alltags: Eisenbahn in München
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Eisenbahn in München
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Der Starnberger Flügelbahnhof wird durch die Bahnsteiggleise 27-36 gebildet, die wie der Holzkirchner Flügelbahnhof außerhalb der Halle liegen. Seine Anlagen sind nördlich des Gleisfeldes angelegt. Wie sein Name schon sagt, war er ursprünglich den Vorortzügen nach Starnberg, Planegg, aber auch nach Maisach und Fürstenfeldbruck vorbehalten, oder kurz gesagt, für alles was vorortmäßig Richtung Pasing und darüber hinaus lief. Seine Gleise liefen direkt in den Pasinger Vorortstrang ein, Zugfahrten auf andere Streckenäste waren nicht möglich. Mit dem Bau des Starnberger Bahnhofs wurde, analog mit dem Holzkirchner Flügelbahnhof bereits vor dem 1. WK begonnen um den aus allen Nähten platzenden Hauptbahnhof zu entlasten. Kriegsbedingt konnten beide Bahnhöfe erst 1921 fertiggestellt werden. Jedoch gab es bereits seit 1893 einen nördlich des Centralbahnhofs gelegenen Nebenbahnhof, mit immerhin 6 eigenen Gleisen, die 1910 auf 9 Gleise erhöht wurden.

Zu DB-Zeiten erhielt der Bahnhof erweiterte Aufgaben. So wurde zunächst westlich der Donnersbergerbrücke eine doppelte Gleisverbindung von den Pasinger Vorortgleisen zu den Landshuter Fernbahngleisen geschaffen, so daß nunmehr von den Gleisen 27-36 auch Züge nach Landshut, Regensburg und Passau abfahren konnten. Diese Gleisverbindung ist hier zu sehen, rechts neben dem Steuerwagen des Wendezuges. 1981 kam die Südstreckenanbindung an der Donnersbergerbrücke hinzu, die auf der nächsten Seite beschrieben wird. Seither fahren auch die Züge ins Oberland nach Bayrischzell, Lenggries und Tegernsee nicht mehr im Holzkirchner Bahnhof ab, sondern auch im Starnberger Flügelbahnhof.

1.) 141 220 wartet auf Gleis 28 mit dem E 3635 auf die Abfahrt nach Kochel um 7:00. Planmäßige Ankunft in Kochel ist um 8:06.
2.) Der selbe Zug von Gleis 29 aus gesehen. Gleich wird die 141 220 surrend und mit klackendem Schaltwerk ihren Wendezug in Bewegung setzen.
2.) 141 357 steht im Juli 1989 am frühen Nachmittag abgebügelt auf Gleis 33. Bis zur Abfahrt um 15:23 des langen N 4318 nach Plattling ist noch fast eine Stunde Zeit. Davor wird um 15:15 die auf 36 stehende S 27 nach Deisenhofen abfahren.

4.) Kurz vorher, um 14:18, rollte auf Gleis 34 die 218 313 mit dem 3584 aus Lenggries und Tegernsee ein. Hinter der Lok noch einer der beiden damals noch eingesetzten Umbauvierachser der Tegernseebahn.
5.) 218 390 kam vom Bw und begibt sich mittels Sägefahrt über Gleis 25 ins nördliche Vorfeld. Um 14:39 wird auf Gleis 27 der FD 1917 "Tegernsee" aus Dortmund einfahren, den die Lok dann weiter Richtung Oberland befördern wird.
6. + 7.) Am frühen Nachmittag des 22. März 1991 rollt 140 047 auf Gleis 28 ein, um von dort einen Dm-Packwagen zu holen. Man beachte die unterschiedlichen Höhen der Doppellampen. Auf Führerstandseite 1 sind sie oberhalb der Zierleiste angebracht, auf Seite 2 ist die übliche Variante zu sehen. Die Lampen liegen innerhalb des Lokrahmens. Fehler bei der Montagehöhe?

140 047 wurde am 3.6.2007 z-gestellt. Ihre vollen 50 Dienstjahre hat sie somit leider nicht ganz erreicht. Abnahme war am 31.7.1957.

8.) Wenig später kommt die Kölner 110 353-0 auf Gleis 29 herein. Sie wird, weitab ihrer Heimatdienststelle einen Zug in den Bayerischen Wald bringen.

Die Signale hier stammen noch aus dem Jahr 1964, als das Zentralstellwerk in Betrieb ging. Sie haben bereits den moderneren Signalschirm erhalten, haben aber noch keinen Y-Fuß.

9.) Sie bespannt dem E 3082 nach Zwiesel, der nur Freitags fährt und Berufspendler am Wochenende von München in den Bayerischen Wald nach Hause bringt. Aber die Wagengarnitur hat auch unter der Woche mit Berufspendlern zu tun. Die Wagen dienen dem Siemenszug, der als N 7729 um 6:40 von Fürstenfeldbruck nach München-Siemenswerke fährt und darüber hinaus bis Mü-Solln.

Ein Blick ins Kursbuch von 1975 hat mir dann noch verraten, dass es auch da einen E 3082 gab. Dieser fuhr jedoch von München nach Passau und hatte Kurswagen dabei, die ab Plattling nach Bayerisch Eisenstein fuhren. Mit dem Hinweis: Kurswagen 1. und 2. Kl. München — Bayerisch Eisenstein an (5) und Werktagen vor Sonntagen, nicht 17.VI.

10.) Der Auszug für den E 3082 aus dem Taschenfahrplan "Oberbayern" der DB, Winter 89/90 (S. 51).
11.) Eine ähnliche Leistung 18 Jahre vorher am selben Bahnsteig gegenüber. Am 15.7.1973 steht um 13 Uhr die 118 002-5 mit dem E 1904 nach Passau bereit. Samstags hatte der einen Kurswagen nach Bayerisch Eisenstein dabei. Links auf Gleis 31 steht ein ABym, noch mit mittig zwischen den Einstiegstüren angebrachten Klassenziffern.
12.) Abfahrt des E 1904 um 13:07. 118 002-5 zieht an 118 021-5 vorbei, die mit dem E 1885 nach Innsbruck noch bis 13:50 Zeit hat.
13.) Gleis 30 vom anderen Ende aus. Am 25.5.1972 wartet 139 136-6 auf die Ausfahrt nach Kochel. Rechts davon auf Gleis 31 steht ein Nahschnellverkehrszug, eine Zuggattung, die es längst nicht mehr gibt. Auf dem Schild durch den diagonalen roten Balken erkennbar.
13.) Am 25.8.1989 steht eine Fahrt mit dem Gläsernen Zug nach Rothenburg ob der Tauber bevor. Gerade wird 491 001-4 auf Gleis 30 bereit gestellt. Nicht nur die Zugzielanzeiger sind inzwischen gewichen, auch die Prellböcke sind ausgetauscht worden. Dafür sind sie hübsch mit Geranien geschmückt.
14.) Abstecher in die 1960er Jahre: im Mai 1965 fotografierte Manfred die auf Gleis 33 stehende V 200 136 mit einem Eilzug nach Kempten. Bereits im April 1969 wurde der Bahnsteig von Gleis 33 und 34 erhöht (als erster im Hbf), um für den anstehenden S-Bahnbetrieb auch 420er in den Starnberger Flügelbahnhof leiten zu können.
15.) Der entgegengesetzte Blick zeigt einen VT 24, wohl auf Probefahrt so weit im Süden. Eingerahmt ist er von zwei Lichtsignalen, die seit 11. Oktober 1964 vom Zentralstellwerk aus bedient werden.
16.) Jahrelang fuhr der Freisinger Postzug vom Starnberger Bahnhof ab, der in der Regel aus einem MDyg bestand. Bis zu deren Ausmusterung erledigte eine 116 diese Aufgabe. Danach war dafür eine 111 im Einsatz. In Ausnahmefällen auch eine 140 oder 141. Hier ist 140 027 auf Gleis 33 mit dieser Aufgabe beschäftigt (22. April 1988).

Zwischenstop war in Oberschleissheim, mit längerem Aufenthalt zum Be- und Entladen.

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