Doku-des-Alltags: Thüringen
Der Bahnhof Hildburghausen liegt beim km 93,3 an der 1858 eröffneten Werrabahn, die einst Eisenach mit Lichtenfels über Coburg verband. Seit dem Ende des 2. Weltkrieg ist die Strecke zwischen Eisfeld und Coburg unterbrochen. Die in Eisfeld Richtung Sonneberg abzweigende Strcke, ging seitdem von der Werrabahn als durchgehende Strecke direkt auf die Hinterlandbahn über.
1.) Die Westausfahrt des Bahnhofs Hildburghausen. Dort steht eine Signalbrücke mit drei einflügeligen Signalen.
2.) 132 553 (Bw Meiningen) steht mit P 7044 Eisfeld – Meiningen am Hausbahnsteig. Am Güterschuppen wartet 106 972-3 vom Bw Meiningen mit dem Rangierfunknamen "Rüde 12" mit 3 Wagen. Etwa an meinem Standpunkt führte bis in die 60er Jahre ein eiserner Fußgängersteg über die Gleise, der einst einen Übergang zum Schmalspurbahnhof schaffte.
3.) Schräg gegenüber am Ladegleis steht 131 044 mit einem Schotterzug. Sie wurde 1993 ausgemustert. An der Ladestraße steht ein Portalkran für die Holzverladung. Dahinter stehen bereits beladene Wagen. Rechts im Bild ist der in diesem Bereich bereits modernisierte Hausbahnsteig zu sehen.
4.) Das Stellwerk Hnt mit elektromechanischen S & B Stellwerk an der westlichen Ausfahrt. Im Hintergrund die Anlagen der Güterabfertigung mit 6 Gleisen und zwei weiteren Portalkränen. Sie wurden jedoch noch im selben Jahr abgebaut. Dahinter befindet sich der Güterschuppen der Ortsgüteranlage. Bis Anfang der 1990er Jahre wurden hier noch wöchentlich 80 Wagen Stückgut umgeschlagen.
5.) An der östlichen Ausfahrt steht das Stellwerk Hst, auch mit Bauform S&B. Die Schranken werden ebenfalls elektromechanisch bedient, offenbar für Notfälle steht draussen noch eine Kurbelanlage.
6.) Der Bahnhof Hildburghausen verfügt über umfangreiche Ladeanlagen. Der Güterschuppen in der Bildmitte ist der ehemalige Umladeschuppen für die Schmalspurbahn, deren Gleisanlagen sich dahinter befanden.
Wie man sieht, ist die Schlußbeleuchtung des letzten Wagens des P 7044 abgeschaltet, denn an diesem Tag war wegen Streckenbauarbeiten der Abschnitt Eisfeld – Hildburghausen gesperrt. Der Zug kam um 9.03 als P 7041 aus Meiningen an und fuhr um 11.10 als P 7044 wieder zurück.
7.) Ansicht vom Bahnübergang aus gesehen. Links scheint Schotter (oder Kohle?) verladen zu werden.

8.) Diese Streckenkarte etwa im Maßstab 1 : 400.000 zeigt die Situation zwischen Hildburghausen und Dietersdorf.
Zu sehen ist auch der Abschnitt der Werrabahn zwischen Coburg und Eisfeld, der durch den Eisernen Vorhang zerschnitten und rückgebaut wurde.
Die Schmalspurbahn Eisfeld – Unterneubrunn, die bis 1973 existierte, ist hier nicht eingezeichet.