Doku des Alltags: BD München
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Mittenwaldbahn: München — Garmisch — Mittenwald [5504]
Bf. Starnberg
km 27,9

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1.) Der Bahnhof Starnberg liegt in nächster Nähe des Nordufers des Starnberger Sees, direkt an der Seepromenade und mit direktem Zugang zum Schiffsanleger.

Die Bahnstrecke, die direkt von Norden kommend auf den See zuläuft, vollzieht kurz vor dem Ufer eine scharfe S-Kurve nach Westen und dann Süden um dann am westlichen Ufer entlang weiter Richtung Tutzing zu führen. In dieser S-Kurve liegt der Bahnhof Starnberg.

Die Dampfschifffahrt auf dem See begann 1851, initiiert durch den königlichen Baurat Johann Ulrich Himbsel, welcher auch maßgeblich am Bau der Eisenbahnstrecke beteiligt war. Der erste Abschnitt Pasing – Planegg wurde am 21.5.1854 eröffnet, der weitere Abschnitt bis Starnberg am 28.11.1854. Das Bahnhofsgebäude von Friedrich Bürklein wurde 1856 fertiggestellt, mit Wartesälen der I., II. und III. Klasse, sowie einen königlichen Wartesaal.

Hier geht der Blick nach Osten, im Hintergrund biegt die Strecke scharf nach Norden ab.

2.) 420 158 erreicht von Tutzing kommend den Bahnhof Starnberg und fährt auf Gleis 5 ein. Hier ist der Gegenbogen der S-Kurve zu sehen, wo die Strecke sich nach Süden wendet und am westlichen Seeufer weiterläuft.
3.) Ein näherer Blick auf die Bahnhofsausfahrt verdeutlicht die engen Kurvenradien. Rechts an der Aussenkurve befand sich früher das elektromechanische Stellwerk 2 (s. Bild 11).
4.) Der E 3683 von München, gezogen von 111 198 und mit 113 311 abgebügelt im Schlepptau, biegt um die Kurve in den Bahnhof ein. Abfahrt des Eilzuges in München Hbf war um 8:00 von Gleis 32 des Starnberger Flügelbahnhofs.
5. + 6.) Die Ausfahrt nach Tutzing liegt in der scharfen Kurve die die Strecke ans Ostufer des Sees bringt.
7.) Bahnhofsansicht von Ost nach West mit den Gleisen 1, 2 und 3. Gleis 1 existiert heute (2021) nicht mehr. Die Gleise 2 – 5 wurden in 1 – 4 umgenummert.
8.) Der Bahnsteig der durchgehenden Gleise 4 und 5. Zwischen den Bäumen hindurch fällt der Blick auf den Schiffsanleger, wo die MS Tutzing auf die Abfahrt nach Seeshaupt wartet (s. auch Bilder 14 + 19).
9.) Ansicht der Stadt Starnberg von Bord der Tutzing aus gesehen.
10.) Vor Beginn des S-Bahnzeitalters fuhren Wendezüge von München Hbf nach Tutzing. Wie hier am 9.5.1971 die 141 049 (Bw München Hbf) mit dem Nv 3318 nach Tutzing. Die Gattung Nahschnellverkehrszug war damals verbreitet, ein Vorläufer der S-Bahn sozusagen.

Rechts neben dem Stellwerk ist ein Klv 11 oder 12 abgestellt.

11.) Die 141 verschwindet um die Kurve. Noch regeln die Formsignale den Betrieb, die Lichtsignale stehen schon zur Ablösung bereit. Am 28.10.1971 werden die beiden elektromechanischen Stellwerke 1 und 2 (S&H 1912, Inbetriebnahme 1941) stillgelegt und das neue Stellwerk Sf (Sp Dr S 60) geht in Betrieb. Rechts im Bild ist Stellwerk 2 zu sehen.

Links die Seepromenade Richtung Undosa-Bad.

12.) Noch ausgekreuzter Vorsignalwiederholer beim km 28,0. Der 9.5.1971 war ein Sonntag. Links auf Gleis 2 ist eine Wendezuggarnitur mit einer 141 übers Wochenende abgestellt. Montag Früh wird der Zug um 6:49 als "Siemens-Zug" nach Deisenhofen über PasingMittersendlingSiemenswerke aufbrechen.
13.) Sieben Minuten später fast der gleiche Blick, mittlerweile stand der aus Kochel eingefahrene N 2363 auf Gleis 5.
14.) Weil das Wetter so richtig frühlingshaft war, drängten sich am Starnberger Dampfersteg viele Ausflügler. Gerade hat die MS Tutzing angelegt.

15. + 16.) Nach 14 Minuten Wendezeit kehrt 141 049 aus Tutzing zurück, mit dem Nv 3317 auf dem Weg nach München.
17.) Einfahrt der 144 024 mit dem P2262 nach Garmisch auf Gleis 4.
18.) Ausfahrt, links lächelt vom Plakat eine Bügelfalten-E10 auf ihre alte Schwester.
19.) Bei der Abfahrt nochmal ein Blick auf die 1937 gebaute MS Tutzing. Das Schiff war bis 1995 auf dem Starnberger See im Einsatz und ist heute als nicht betriebsfähige Museumsschiff erhalten geblieben.
Direkte Fortsetzung der Serie von 1971:

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