Doku des Alltags: Eisenbahn in der BD München
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Dieselbetrieb rund um Mühldorf
Eisenbahn im östlichen Oberbayern
Bahnhof Mühldorf
KBS 940

München – Mühldorf

KBS 940 (941)

Mühldorf – Simbach

KBS 940 (942)

Mühldorf – Tüßling – Burghausen

KBS 941 (944)

Mühldorf – Wasserburg – Rosenheim

KBS 942 (948)

Grafing – Ebersberg – Wasserburg

KBS 944 (947)

Garching – Traunstein

KBS 945

Landshut – Neumarkt-St. Veit – Mühldorf

KBS 945

Mühldorf – Garching – Freilassing

in Planung

KBS 946

Neumarkt-St. Veit – Passau

Die Kursbuchnummern entsprechen dem Stand der späten 1980er Jahre. Sofern sie sich geändert haben, stehen die aktuellen KBS-Nummern in Klammern dahinter.
Navigation: von hier kommt man zu jeder beschriebenen Strecke mit 940er Nummer. Auf den einzelnen Strecken kann man sich durch die in der oberen Leiste gelisteten Stationen klicken. An Abzweigebahnhöfen kann man zu anderen Strecken "umsteigen". Von jeder einzelnen Seite kommt man aber auch wieder hierher zurück.
Die Situation Ende der 1980er Jahre:

Das nicht elektrifizierte Eisenbahnnetz um Mühldorf am Inn umfasst nach eigenen Recherchen 532 Streckenkilometer auf 3 Haupt- und 4 Nebenstrecken mit Personenverkehr, die alle bislang eingleisig ausgeführt und kursbuchmäßig zu 6 Strecken zusammengefasst sind. Dazu kommen 63 km von 5 im Personenverkehr stillgelegten Nebenbahnen, somit insgesamt fast 600 km Schienenstrang.

Auf den Personenverkehr betriebenen Streckenästen existieren insgesamt 71 Bahnhöfe, Haltestellen und Haltepunkte, unter denen es 1 Endbahnhof (Burghausen), 4 Abzweigebahnhöfe (Neumarkt-St. Veit, Tüßling, Garching), 1 Kreuzungsbahnhof (Wasserburg Bf), 1 Grenzbahnhof (Simbach) und als Mittelpunkt den Knotenbahnhof Mühldorf gibt. Ausgenommen ist der elektrifizierte Abschnitt München Ost — Markt Schwaben — Erding.

Industriell geprägt ist das östliche Oberbayern von chemischen Großbetrieben (Bayerisches Chemiedreieck), mit Standorten beispielsweise in Burghausen, Gendorf, Garching und Trostberg, die insbesondere den beiden Nebenstrecken Tüßling — Burghausen und Garching — Trostberg den schweren Güterverkehr beschert und ihren Fortbestand sichert.

In gut 40 Stationen regeln mechanische und elektromechanische Stellwerke mit Formsignalen den Betrieb, dagegen gibt es nur 4 Bahnhöfe mit Lichtsignalen. Ampfing hat seit 1967 ein Dr S2 Stellwerk und Neumarkt-St. Veit seit 1963 ein Sp Dr S59 Stellwerk. Auch der Bahnhof Burghausen wurde vemutlich in den 70er Jahren mit Dr-Technik ausgestattet. Pfarrkirchen an der Rottalbahn hat ein elektromechanisches Stellwerk von 1952 und bekam wohl in den 70er Jahren vereinfachte Nebenbahnlichtsignale an den Ausfahrten.

Etwa 80 Eil- und Nahverkehrszüge erreichen täglich den Bahnhof Mühldorf aus allen Richtungen und etwa ebenso viele Abfahrten gibt es dort zum Sommerfahrplan 1988. Durchgehenden Fernverkehr gibt es so gut wie nicht mehr, mit Ausnahme von diversen Umleitungen München — Salzburg. Die hochwertigsten Verbindungen sind die von Pfarrkirchen Richtung Passau abgehenden IC-Kurswagen nach Dortmund und Hamburg, die das Bäderdreieck im Rottal (Bad Birnbach, Bad Griesbach, Bad Füssing) an die große weite Welt anschließen. Ab dem Kursbuch 1995/96 werden diese 3 Züge sogar als Intercity geführt, gelten aber als zuschlagsfreie Regionalbahnen.

Noch ein kleiner Überblick über die Dimensionen: Kursbuchmäßig die längste Strecke ist die Nord-Süd-Relation Landshut — Freilassing mit 120 km, gefolgt von der 114 km langen West-Ost-Achse München — Simbach. Die Strecke Neumarkt-St. Veit — Passau ist mit 98 km die längste Nebenbahn in Bayern.

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